Duo Musayyebi-Heuser

Konzert

Sonntag, den 26. Juni 2022 - 18:00
BOREAL - Biergarten Schlachthof, Mombachstraße 12, 34127 Kassel

>Eintritt frei - Spenden sind willkommen!

Bild Künstler

Kioomars Musayyebi und Andreas Heuser begegnen sich musikalisch auf halber Strecke zwischen Orient und Okzident, wobei ihre Instrumente in vielfältige Dialoge miteinander treten. Sie spielen Eigenkompositionen, in denen sich musikalische Einflüsse aus Ost und West miteinander verbinden, und orientalische Traditionals in neuen Arrangements. Beide verfügen über langjährige Erfahrungen in unterschiedlichsten musikalischen Konstellationen, sind virtuose Instrumentalisten und individuelle Komponisten. Fantasievoll nutzen sie die zahlreichen klanglichen und rhythmischen Möglichkeiten ihres Instrumentariums und lassen die Klänge der 72-saitigen persischen Santur, diverser Gitarren und Violine zu vielfältigen Klangbildern verschmelzen. Ein Konzert, das ein Spektrum von rhythmisch-dynamisch bis lyrisch-meditativ umspannt.

Über die Künstler

Kioomars Musayyebi
Kioomars Musayyebi wurde im Jahr 1977 in Teheran geboren. Beim bedeutenden Santurmeister Faramarz Payevar lernte er das Santurspielen. Vom Filmkomponisten Farhad Fakhredini wurde er in Musiktheorie und Komposition unterrichtet. An der Teheran University of Artabsolvierte er den Bachelor im Fach Instrumentalmusik und später an der Universität Hildesheim den Master im Fach "Musik.Welt - Kulturelle Diversität in der musikalsichen Bildung. Viele Jahre lang war er als Santurspieler, Komponist und Santurlehrer im Iran tätig. Er begleitete Theatergruppen in der Vahdat-Halle in Teheran und produzierte die Musik für zwei Filme sowie für eine Reihe multimedialer Kindergeschichten auf DVD. Gleichzeitig arbeitete er als Tontechniker und Produzent. Seit 2011 unterrichtet, komponiert und spielt er in Deutschland mit internationalen Musikern. Kioomars Musayyebi wird regelmäßig zu Festivals eingeladen unter anderem dem Fadjr Festival in Teheran, Fusion, Folk’n’Fusion, Essen.Original Ruhr International und Dastgah Festival und nahm mit seinem Ensemble am Creole Wettbewerb teil. Kioomars Musayyebi gibt Workshops für persische Musiktheorie z. B. an der Musikhochschule Dresden und dem Opernhaus Dortmund. Seit 2013 ist er festes Ensemblemitglied beim Transorient Orchestra, der Weltmusik-Bigband aus dem Ruhrgebiet. Er gründete das Kioomars Musayyebi Quartett mit Musikern aus dem Iran und Deutschland, das Impressionen von orientalischen Melodien und Rhythmen vermischt mit europäischen Arrangements und Weltmusik mit Einflüssen aus dem Jazz spielt. Kioomars Musayyebi spielt im „Orchester der Kulturen“, in dem Instrumente aus aller Welt zusammen gespielt werden sowie im „Nouruz Ensemble“ mit alten orientalischen Instrumenten. Im Jahre 2018 und 2019 begleitete Kioomars Musayyebi als Santurspieler das Theaterstück
 „A Letter to a Friend in Gaza“ vom weltbekannten Regisseur Amos Gitai in Paris und London. Kioomars Musayyebi wirkt in verschiedenen Projekten als Koordinator und Dozent mit, die geflüchtete Musiker unterstützen, einen Zugang zu deutschen Bühnen zu bekommen. Er ist im Beirat des Kultursekretariats NRW, Mitglied im Kuratorium vom Kollektiv „Beyond the roots“ und der Plattform Aktuelle Musikkulturen (PAM). 

Andreas Heuser
Andreas Heuser ist ein Wanderer zwischen den musikalischen Welten „Gitarrist greift über alle Genres“ (WAZ Dortmund). In seinem Gitarren-Soloprogramm gehen Klassik, Jazz und Weltmusik eine spannende und abwechslungsreiche Verbindung ein. Er studierte Klassische Gitarre (bei Prof. Werner Kämmerling), Jazzgitarre (bei Thomas Brill und Frank Gerstmeier) und Violine (Zweitfach bei Prof. Csaba Bokay) an der Staatlichen Hochschule für Musik Detmold, Institut Dortmund. Andreas Heuser hat sich intensiv mit verschiedenen Stilistiken außereuropäischer Musik (vor allem nahöstlich-orientalischer Musik) beschäftigt. Seit 2003 leitet er die interkulturell besetzte Weltmusik Bigband „Transorient Orchestra“ (WDR Jazzpreis Gewinner 2017). Diese vielfältigen musikalischen Erfahrungen prägen seine Kompositionen und Spieltechnik und ermöglichen es ihm, mühelos verschiedenste Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten zu einem stimmigen Gesamtbild zu verbinden. Ein klarer klassischer Gitarrenton, impressionistisch-romantische Klänge, Imitationen außereuropäischer Saiteninstrumente, Jazzakkorde, Minimal Music, orientalische Rhythmen – all dies und einiges mehr findet Platz in seinem musikalischen Kosmos. Der erweiterte Tonumfang der 8- und 10-saitigen Gitarren und der silbrige Klang der Requinto (Quartgitarre) eröffnen zusätzliche kompositorische und spieltechnische Möglichkeiten, welche Andreas Heuser geschickt zu nutzen weiß.

Gefördert vom Hessichesch Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Kulturprojekts 3 des Landes Hessen in Projektträgerschaft von DIEHL+RITTER.