Kulturwerkstätten

Brückenprojekt „Der selbe Fluss“ 2012/13

Das Projekt umfasst einen Workshop für Jugendliche, der in zwei Phasen stattfinden wird (je eine Woche). Die Jugendlichen erarbeiten mit den beiden Künstlern, Yann Jüttner und Niels Hertel, Formen ästhetischen Schaffens, des Planens und Umsetzens von Kunstwerken, Inhaltliche Auseinandersetzungen, die zu einem Zeichen für einen Ort werden, das ihm adäquat ist; zeitlos, wirkungs- und bedeutungsstark. 

In einer ersten einwöchigen Phase gibt es Schwerpunkte im planerischen, handwerklichen und dokumentarischen Bereich. Es werden maßstabgetreue Skizzen und Modelle erstellt, fotografiert und diskutiert. Viele organisatorische Momente geben den Jugendlichen Einblicke in die lebensweltliche Wirklichkeit eines Kunstschaffenden, Wege und Möglichkeiten der eigenen gestalterischen Partizipation in der Gesellschaft. In der zweiten Phase (der Zeitpunkt steht noch nicht fest) wird die Installation handwerklich umgesetzt und präsentiert. Diese zweite Phase ist weniger theoretisch ausgerichtet und führt letztlich zu der fertigen Installation, die viele Jahre lang das Bild dieses Ortes prägen wird. Die Jugendlichen lernen Techniken wie Schweißen, Bohren und Sägen kennen, erhalten Einblicke in die Möglichkeiten der Bearbeitung von Plexiglas und der malerischen Gestaltung an den tragenden Säulen der Brücke. 

Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren: Ihr seid herzlich eingeladen dabei zu sein. Startphase im JUZ Schlachthof Kassel: Mo 02.07.2012 (15-18 Uhr / Vorbesprechung) bis Sa 07.07.2012 

W O L K E 

"(...) Symbolisch birgt die Wolke Konnotationen von Leichtigkeit, Glück, Frieden, Gemeinschaft und Hoffnung. Sie ist ein Zeichen für zyklische Werdegänge und Wetter, kann aber auch Emotionen vermitteln. So ist die verdichtete Ansammlung feinster Tropfen ein Sinnbild für das Kulturzentrum. Die Tropfen können dabei die Menschen sein, die in dieser Struktur zusammenfinden, sie täglich zum Leben erwecken, um dann wieder (in Tropfenform) ihrer Wege zu gehen. Ein Kreislauf. Dieses Bild vervollständigt sich in dem Moment, wenn Menschen tatsächlich die Brücke begehen und durch die Wolke schreiten (...)." 

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Kunstprojekte mit Jugendlichen

Krisen - ob persönlich, gesellschaftliche, lokal oder globale - gehören zum menschlichen Erfahrungshorizont.  

Krisen stellen Wendepunkte dar, die zu individuellen und gesellschaftlichen Veränderungen und Verwandlungen führen können. In der Fortsetzung der Kulturwerkstätten gingen Ende März 2010 die vom Kulturzentrum Schlachthof eingeladenen KünstlerInnen und Jugendliche mit künstlerisch-ästhetischen Mitteln dem Thema Krise und krisenhaftes Leben auf den Grund. Dabei nutzten sie verschiedene künstlerisch-ästhetische Formate, Materialien und Medien, in die sie ihre Rechercheergebnisse, ihr Wissen und ihre Perspektiven übersetzten. Die beteiligten KünstlerInnen verfügen über Erfahrungen in der Arbeit mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

Am Samstag, den 10. April 2010 wurden in der Zeit von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr die beteiligten Jugendlichen und KünstlerInnen und deren Arbeitsergebnisse im Kulturzentrum Schlachthof e.V. öffentlich vorgestellt: 

Mit Heidi, Alice und Pythia auf Krisen-Raum-Forschung

Mit Heidi, Alice und Pythia auf Krisen-Raum-Forschung ist ein Kunstprojekt für Mädchen ab 14 Jahren: ein leerstehender Ladenraum wird im Vorfeld mit künstlerischen Installationen thematisiert und lädt die jugendlichen Teilnehmerinnen an 4 Tagen ein, das Thema Krise mit wechselnden Medien und aus wechselnden Perspektiven spielerisch-ästhetisch zu besehen ... mehr lesen

Streetbolzer entwerfen ein Mannschaftslogo

Fahnen, Wappen und Symbole dienen der kollektiven Identifikation des Einzelnen. Zeichen und Bilder besitzen daher eine ganz eigene Macht, um Personen und Personengruppen Ein- oder Ausgrenzung von Personen und Personengruppen. Über 20 Streetbolzer-Jugendmannschaften werden sich in diesem Kontext kritisch mit verschiedenen kollektiven Zeichen wie Fahnen, Stadtwappen und ihren Verbindung zu Logos und zu anderen bekannten und unbekannten Formen der Zeichen auseinandersetzen ... mehr lesen

Die Bühne rocken

Beim Projekt Die Bühne rocken wird die Bühne zum Raum für Erprobung des eigenen Körpers mit Bewegung, Tanz, Gesang und Schauspiel. Jugendliche werden ein gemeinsam erarbeitetes Stück zum Thema Krise aufführen, in dem vielleicht und sicher gerappt und gesungen, getanzt und dargestellt, gesprochen und Poetisches oder gar Politisches zum Thema Krise vorgetragen wird ... mehr lesen

Dokumentarischer Film

Eine Gruppe von Jugendlichen wird sich mit dem Medium Film an das Thema Krise und krisenhaftes Leben heranwagen. Sie werden in der Familie, im Freundeskreis; in vertrauten und unbekannten Kreisen Fragen stellen und Gespräche führen ... mehr lesen

Verwandlung

Auch das Medium Trickfilm eignet sich, um das Thema Krise zu verarbeiten. Mit den Techniken wie Pixilation oder Objektanimation kann das Potential Verwandlung und Metamorphose, das Krisen in sich bergen, visualisiert werden. Der Schulunterricht einer 9. Klasse der Carl-Schomburg-Schule wird zum zweiten Mal zu einer Kulturwerkstatt ... mehr lesen

Installation im Außenraum

Der Speemüll ist ein gewohntes Bild unserer Wahrnehmung im urbanen Raum: veraltete Dinge und Gegenstände, die mal einst das Leben erleichterten, landen hier und werden dann entsorgt. Für Sorgen entsorgen werden im Keller vergessene und wieder gefundene Dingen und Gegenstände zu einer Installation zusammengebracht ... mehr lesen

Performance-Projekt

Performances sind ihrem Charakter nach vor allem handlungsbetont, haben in der Regel einen speziellen Situationsbezug und beschreiben darin ihre Vergänglichkeit. Insofern scheint diese der Krise so wesensähnliche künstlerische Form ideal zur Beschreibung, Erarbeitung und Kommunikation von krisenhaften Situationen und Kontexten ... mehr lesen