Jugendschutz Aktuell

Ausgehzeiten von Jugendlichen

Es gibt gesetzliche Bestimmungen, die Beschränkungen für das abendliche Ausgehen von Kindern und Jugendlichen enthalten, das Jugendschutzgesetz (JuSchG). Wie der Name schon sagt, verfolgt das Gesetz den Zweck, Jugendliche vor den Gefahren in der Öffentlichkeit zu beschützen. Es richtet sich damit vor allem an die Erwachsenen, nämlich die Erziehungsberechtigten und die Personen, die Clubs, Kneipen, Kinos usw. betreiben:

  • Ganz verboten ist Kindern und Jugendlichen die Anwesenheit in öffentlichen Spielhallen und Nachtbars sowie in Umgebungen, die als jugendgefährdend anzusehen sind (z.B. Bordelle, Zuhälterlokale).
  • In Gaststätten, Cafes und Kneipen dürfen sich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren alleine nur bis 23 Uhr aufhalten und auch nur, um dort etwas zu essen oder trinken. Den Älteren zwischen 16 und 18 Jahren ist der Aufenthalt alleine bis 24 Uhr erlaubt. Diese Verbote gelten allerdings nicht, wenn Kinder und Jugendliche an der Veranstaltung eines anerkannten Trägers der Jugendhilfe (z.B. einem Jugendverband, einer Kirchengemeinde oder des Jugendreferates) teilnehmen.
  • Wollen Jugendliche alleine in die Disco gehen oder auf eine öffentliche Tanzveranstaltung (z.B. Faschingsfest), so gilt: unter 16 Jahren ist dies gar nicht erlaubt, und zwischen 16 und 18 Jahren längstens bis 24 Uhr. Handelt es sich um eine Tanzveranstaltung von einem anerkannten Träger der Jugendhilfe (z.B. Jugendhaus), dürfen Kinder unter 14 Jahren diese ausnahmsweise bis 22 Uhr und Jugendliche unter 16 Jahren bis 24 Uhr besuchen.

Das Jugendschutzgesetz enthält keine Bestimmungen dazu, wie lange sich Kinder und Jugendliche draußen aufhalten dürfen (z.B. im Sommer in Parkanlagen oder Spielplätzen), es beschränkt vielmehr nur den Aufenthalt an bestimmten öffentlichen Orten (siehe oben). Im Übrigen und insbesondere bei privaten Veranstaltungen entscheiden die Eltern, ob und wie lange ihre Kinder wegbleiben dürfen.

Rauchverbot

Seit 01.10.2007 ist in Hessen das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft. Dieses Gesetz verpflichtet uns das Rauchen in unseren Veranstaltungsräumen, WCs und Fluren unterbinden. Da das Gesetz für den Veranstalter wie für den rauchenden Gast empfindliche Strafen vorsieht, bitten wir Euch, auch in Eurem Interesse auf das Rauchen in unseren Räumlichkeiten zu verzichten und stattdessen vor die Tür zu gehen.Programm - Wichtige Informationen 

Rauchen von Jugendlichen

Durch das "Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens" vom 20.07.2007 hat der Deutsche Bundestag auch eine wichtige Änderung im Jugendschutzgesetz vorgenommen:

Die Wörter "unter 16 Jahren" in § 10 des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) wurden gestrichen, so dass seit dem 1. September 2007 ein absolutes Rauchverbot für Kinder und Jugendliche in Gaststätten, Verkaufsstellen und allgemein in der Öffentlichkeit besteht. Ebenfalls neu: Seit 01.09.2007 dürfen Tabakwaren nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden.

Was bedeutet das? Auf öffentlichen Festen, in Gaststätten, Kneipen, auch auf öffentlichen Plätzen, Straßen o.ä. dürfen Jugendliche nicht mehr rauchen. Selbstverständlich gilt dieses Gesetz auch an und in Jugendräumen, d.h., es ist ein komplettes Rauchverbot für Jugendliche unter 18 Jahren!

Wer entgegen der gesetzlichen Bestimmung Tabakwaren an Kinder und Jugendliche abgibt oder Kindern oder Jugendlichen das Rauchen in der Öffentlichkeit gestattet, kann mit einer Geldbuße belegt werden.

Was sagt das Jugendschutzgesetz (JuSchG) zu Alcopops?
  • die Altersbegrenzung orientiert sich nicht am Alkoholgehalt in Vol.%, sondern an der Art des enthaltenen Alkohols!
  • „Branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten" dürfen an Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren nicht abgegeben noch darf der Konsum gestattet werden. Dazu gehören eindeutig auch Alcopops mit so genannten „harten“ Alkoholika. „Geringfügige Menge“ meint nur, wenn Branntwein z.B. bei der Herstellung von Saucen u.ä. als Geschmackszusatz verwendet wird.