Gespräche mit Abgeordneten über Finanzierung der Migrationsberatung

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages der Migrationsberatung (MBE) und des Jugendmigrationsdienstes (JMD) hat sich der Lenkungskreis der Migrationsberatungsstellen in Kassel mit den Bundestagsabgeordneten Daniel Bettermann (SPD) und Boris Mijatovic (Bündnis 90/Die Grünen) getroffen. Ein weiteres Gespräch mit Violetta Bock (Die Linke) ist geplant. Ziel dieser Gespräche ist es, die prekäre Finanzierungssituation der Beratungsangebote noch vor Abschluss des Bundeshaushalts direkt in den Bundestag zu tragen.
Die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) sowie der Jugendmigrationsdienst (JMD) leisten unverzichtbare Arbeit zur Inklusion von Menschen mit Migrationserfahrungen. Sie begleiten neu zugewanderte Menschen bei zentralen Fragen des Ankommens: Aufenthalt, Sprache, Bildung, Arbeit, Wohnen und Gesundheit. Dabei bauen sie Brücken zu Behörden, Schulen und anderen Regeldiensten, entlasten die Verwaltung und stärken gesellschaftliche Teilhabe.
Trotz ihrer großen Relevanz sind beide Programme seit Jahren strukturell unterfinanziert. Fördermittel decken nicht die tatsächlichen Kosten, Personal- und Sachkostensteigerungen werden nicht ausgeglichen, und die Finanzierung erfolgt weiterhin befristet und ohne Planungssicherheit. Träger wie das Kulturzentrum Schlachthof, das Diakonische Werk, der Internationale Bund und der Caritasverband müssen jedes Jahr erhebliche Eigenmittel aufbringen, um die Beratungsangebote aufrechtzuerhalten.
Die Kasseler Träger machen gemeinsam deutlich: Ohne eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung ist die Grundlage dieser bedeutenden Inklusionsarbeit ernsthaft in Gefahr.