Am Freitag, den 5. September, wurde vor dem Kulturzentrum Schlachthof die Wanderausstellung „Migrantischer Widerstand im Hamburg der 1990er Jahre“ mit dem Kurator Gürsel Yıldırım eröffnet. Zahlreiche Besucher*innen nahmen an den ersten Führungen teil und kamen mit Yıldırım ins Gespräch über seine jahrzehntelange Arbeit zur antirassistischen Erinnerungskultur.
Die Ausstellung erzählt auf zwölf großformatigen Wandzeitungen von den Kämpfen migrantischer Jugendlicher, Geflüchteter und Communities in den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung. Dokumentiert werden unter anderem die Proteste nach den Brandanschlägen von Mölln (1992), Solingen (1993) und Lübeck (1996), der Widerstand von Geflüchteten gegen Zwangsumverteilung und für Bleiberecht sowie erinnerungspolitische Auseinandersetzungen um die Umbenennung öffentlicher Plätze. In Kassel wird die Schau um zwei zusätzliche Wandzeitungen mit lokalem Bezug ergänzt.
Die Materialien – Fotos, Plakate, Flugblätter und Presseartikel – hat Gürsel Yıldırım über viele Jahre gesammelt. Im Zentrum stehen dabei die Perspektiven von Menschen, die sich gegen rassistische Zustände organisierten und ihren Platz in der Gesellschaft einforderten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Oktober 2025 vor dem Jugendzentrum des Schlachthofs frei zugänglich.
Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es auf Instagram: @ausstellung_migrawiderstand_ks