„Café Lebenslust“ stellt sich der Europäischen Kommission vor

Am 4. Dezember hatte das Projekt Café Lebenslust die besondere Gelegenheit, sich im Rahmen einer Tagung der Technischen Arbeitsgruppe zur Finanzkompetenz des ESF⁺-Ausschusses der Europäischen Kommission in Kopenhagen vorzustellen. Projektleiter Frank Nordheim präsentierte den Ansatz des Café Lebenslust zur Förderung von Finanzkompetenz im Alter und gab Einblicke in die vielfältige Arbeit des Teams im Kulturzentrum Schlachthof.
Das Café Lebenslust bietet niedrigschwellige und alltagsnahe Unterstützungsangebote für ältere Menschen ab 60 Jahren – von wöchentlichen Bewegungs-, Sprach- und Gesundheitsangeboten bis hin zu gemeinsamen Frühstücken, Kreativaktionen und Ausflügen. Im Mittelpunkt des Vortrags standen die praktischen finanziellen Orientierungshilfen sowie die enge Zusammenarbeit mit der im Haus angesiedelten Schuldnerberatung.
Viele ältere Menschen im Stadtteil sind mit unübersichtlichen Bescheiden, Mahnungen oder digitalen Betrugsversuchen konfrontiert. Das Café Lebenslust bietet dazu individuelle Beratung, verständliche Kurzworkshops und Unterstützung in alltäglichen Finanzfragen. Das Besondere: Die Unterstützung findet in einem vertrauensvollen, sozial eingebetteten Rahmen statt, der Gemeinschaft, Begegnung und Kompetenzstärkung verbindet.
Für das Team des Kulturzentrum Schlachthof war die Einladung der Europäischen Kommission eine wichtige Anerkennung ihrer Arbeit. Gleichzeitig zeigt sie, dass sozialraumorientierte Ansätze zur Verbesserung der Finanzkompetenzen auch auf europäischer Ebene als relevantes Zukunftsthema gesehen werden.
Das Café Lebenslust wird über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF⁺) im Programm „Stärkung der Teilhabe älterer Menschen – gegen Einsamkeit und soziale Isolation“ gefördert. Wir danken allen Beteiligten, den engagierten Kolleg*innen im Projekt und der Europäischen Kommission für die Möglichkeit, unsere Arbeit auf internationaler Ebene sichtbar zu machen.