Wie können erfolgreiche soziale Projekte auch nach 2028 verlässlich weitergeführt werden? Darüber sprachen wir am 9. September mit Vanessa Gronemann, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen. Bei ihrem Besuch in der Sickingenstraße informierte sie sich über unsere Arbeit, die am Standort angesiedelten Projekte und die Menschen, die mit den Angeboten erreicht werden. Während des Rundgangs erhielt Vanessa Gronemann Einblicke in die unterschiedlichen Räumlichkeiten und Arbeitsbereiche. Dazu gehörten die Projekte zur Arbeitsmarktintegration, die ESF+-geförderten Angebote und das Ehrenamtszentrum Tschilla. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen aus der praktischen Projektarbeit und die Frage, welche Unterstützung Menschen benötigen, die durch reguläre Angebote nicht oder nur unzureichend erreicht werden.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Zukunft des Europäischen Sozialfonds Plus. Die aktuelle Förderperiode endet 2027. Die ESF+-Projekte des Kulturzentrums Schlachthof sind bis Ende 2027 bzw. bis Ende 2028 bewilligt. Wie die Förderung danach ausgestaltet wird und welche Möglichkeiten für Anschlussfinanzierungen bestehen, ist bisher nicht geklärt. Wir haben deutlich gemacht, dass die Neuordnung der europäischen Förderung nicht ohne die Erfahrungen der Projektträger erfolgen sollte. Bewährte Angebote benötigen eine verlässliche Perspektive. Dafür braucht es weiterhin ausreichend ausgestattete Förderprogramme und Möglichkeiten, erfolgreiche Projekte in eine Regelfinanzierung zu überführen. Soziale Ziele müssen auch in der kommenden Förderphase einen verbindlichen und angemessenen Stellenwert erhalten.